Ein Aufruf

Sie wissen von wichtigen Dokumenten aus der Anti-Atombewegung, die einen zuverlässigen Aufbewahrungsort suchen. Sie kennen Quellensammlungen, die bisher kaum bekannt sind. Sie möchten wissen, wie Sie Ihre eigene politische Arbeit, die Sie bisher nur auf ihrem Rechner abgelegt haben, gut archivieren und anderen zugänglich machen können? Sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie dabei, ein gutes Archiv zu finden.

Die kritische Beschäftigung mit Atomenergie und Atompolitik fußt auch auf einer guten Überlieferung von historischen Quellen des Protests gegen Atom. Die Dokumente aus der politischen Arbeit von Aktivist*innen und Initiativen sind meistens nicht in öffentlichen Archiven zu finden. Oft werden sie privat und unter ungünstigen Bedingungen aufbewahrt. Fast immer sind sie für eine öffentliche Nutzung nicht zugänglich.

NeNuG möchte mit dazu beitragen, dass sich dies ändert, damit heutige Aktivist*innen und Forscher*innen auf eine gute Überlieferung des Protests gegen Atom zurückgreifen können.

 

Kontakt:
Ulrike Donat (NeNuG) kontakt@ulrike-donat.de

Dr. Jürgen Bacia, Archiv für alternatives Schrifttum/Duisburg, Email: afas-archiv@t-online, Telefon: 0203/93554300

Einladung zur Tagung am 30. März in Hannover

Thema: Archivierung des Atomkonfliktes – Grundlage der Aufarbeitung

Ort: Stadtteilzentrum Lister Turm | Walderseestr. 100 | 30177 Hannover

Datum: 30.03.2019
Zeit: 10.00 – 18.00

Flugschriften auf Dachböden, Fotos und Dokumente in unterschiedlich organisierten Nachlässen und Archiven, Dokumente der Verwaltung und Ministerien in verschiedenen Stufen der Lagerung und Archivierung: Die materiellen Zeugnisse des Atomkonfliktes sind verstreut und teilweise unzugänglich. Und mit den alternden Teilnehmenden der sozialen Bewegungen sterben auch die immateriellen Zeugnisse der Auseinandersetzungen.

Vertreter*innen der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft haben sich der Aufarbeitung des Atomkonfliktes verschrieben und dafür das Netzwerk Nukleares Gedächtnis gegründet (nenug.de). Unter dem Aspekt der Identifikation von Fehlern und Fehlentscheidungen sowie der Weitergabe dieses Wissens an nächste Generationen möchte das Netzwerk NeNuG sich mit Vertreter*innen verschiedener Archive, Interessierten und/oder wissenschaftlich Tätigen austauschen.

Zentrale Fragen hierbei sind: Welche relevanten Bestände existieren, sind bereits archiviert oder müssten „gerettet“ werden? Sind hierfür besondere Maßnahmen erforderlich oder sind diese Bestände auch verfügbar? Lassen sich Lücken identifizieren und wie können wir diese schließen?

Das Treffen soll allen Beteiligten zu mehr Orientierung verhelfen, Wissensbestände austauschen, einen Überblick über den Bestand zum Thema Atommüll, Atomkonflikt, etc. geben, Vernetzung schaffen und dazu beitragen, gemeinsam die „to do“s zu identifizieren.

Die Tagung schließt ab mit einer Führung durch die Ausstellung Trecker nach Hannover – Gorleben und die Bewegung zum Atomausstieg im Historischen Museum Hannover.

Vollständiges Programm der Tagung

Netzwerktreffen im Oktober 2018

Das nächste Treffen von NeNuG ist geplant für den 19./20. Oktober 2018 an der FU Berlin.

Themen werden (neben internen Absprachen) unter anderem sein:

  • Stand/Planung eigener Veranstaltungen
  • Mögliche Schriftenreihe
  • Beteiligungsformate
  • Aktuelle Themen: bspw. 40 Jahre Gorleben-Treck

Interessierte können sich wenden an:
Daniel [Punkt] Haefner [ätt] FU-Berlin [Punkt] de.